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 Haushalt an Schulen - Von der Kameralistik zur Doppik

 Vorbemerkung

In absehbarer Zeit wird die (hier beschriebene) Abrechnung in der öffentlichen Verwaltung (Kameralistik) durch die Abrechnung, wie sie in der freien Wirtschaft getätigt wird  -

Doppik, also  Doppelte Buchführung in Konten -  ersetzt werden.

Die Doppik taucht in den einzelnen Bundesländern - mit unterschiedlichen Regelungen - unter verschiedenen Namen auf:

Neues Kommunales Rechnungswesen (NKR), neues Kommunales Finanzmanagement (NKF)

 

Wir geben hier zunächst nur einen ersten kurzen und flüchtigen Einblick, der das Wesen der

zukünftigen Haushaltsführung etwas beleuchten soll.

Näheres zur Umstellung von der Kameralistik zur Doppik  wird in gegebener Zeit ebenfalls hier nachlesbar sein.

 

Wer sich für die sicher bald kommende Umstellung auf die Doppik interessiert, kann z.B.

in der folgenden Literatur nachlesen:  Dr. Hoegg, Schulrecht für schulische Führungskräfte,

Beltz-Verlag, erscheint im März 2011.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

D. Petzoldt


 

Gliederung

 

(1)       Die verschiedenen Sichtweiten von Kameralistik und Doppik

(2)       Was sind Konten?

(3)       Das Kernstück der Doppik: Die Bilanz

(4)       Was bedeutet doppelte Buchführung?

 

 

 

(1)       Die verschiedenen Sichtweiten von  Kameralistik und Doppik

 

Die Kameralistik ist ein sogenanntes Geldverbrauchskonzept, das in einzelnen Jahren denkt.

So wird z.B. in diesem Jahr ein Kopierer für z.B. 10.000 € gekauft, nach 4 Jahren geht der Kopierer kaputt, dann wird ein neuer gekauft. In der Zwischenzeit taucht der Kopierer nicht auf, er wird in der gesamten Zwischenzeit immer noch als Vermögenswert in Höhe von 10.000 € geführt.

Diese Sichtweise ist nicht sehr weitsichtig, denn natürlich verliert der Kopierer durch die Abnutzung ständig an Wert, bis er abgeschrieben ist. So wird Monat für Monat die Abschreibungsrate als Aufwand gebucht. Diesen Wertverlust kann man dem Aufwand entgegenstellen, der bei Mieten eines Kopierers entstehen würde.

Das ist das andere Denken, das hinter der doppelten Buchführung steht, bei der es um den Verbrauch von Ressourcen geht. Die Lasten für die Zukunft werden sofort transparent erfasst.

 

 

(2)       Was sind Konten?

 

In der Doppik ist der Begriff Konto eine Denkschublade, in die etwas hineingetan oder etwas herausgeholt wird, also in etwa das, was in der Kameralistik die Haushaltsstellen sind.

Es gibt diverse Konten, z.B. Finanzkonto, Sachkonto Bestandskonto, Erfolgskonto)

 

 

(3)       Das Kernstück der Doppik: Die Bilanz

 

In der Bilanz werden Aktiva und Passiva gegenübergestellt.

Aktiva klärt die Frage, wo das Kapital angelegt ist (z.B. in Vermögenswerten), Passiva klärt die Frage, woher das Kapital stammt (Fremd- oder Eigenkapital)

Ein Rechnungsposten muss zur Aktiv- oder Passivseite gehören.

 

 

(4)       Was bedeutet doppelte Buchführung?

 

Das Doppelte liegt daran, dass bei jedem Buchungsvorgang immer zwei Konten gleichzeitig „bebucht"  werden.

Bei den Konten befindet sich links das Soll und rechts das Haben.

Dabei wird Soll an Haben gebucht, also von einem Konto auf ein anderes, genau das ist die doppelte Buchführung.

 

Beispiel: Die Schule will Kreide für 20 € kaufen und muss dies an einen Lieferanten zahlen.

Kreide ist Verbrauchsmaterial und damit Aktivseite, der Lieferant ist die Verbindlichkeit.

Also lautet der Buchungssatz: Büromaterial 20 € links an Verbindlichkeiten rechts.

 

Schematisch:              Konto Büromaterial               Konto Verbindlichkeiten

                                   Soll      //    Haben       à        Soll        //       Haben

                                   20 €                                                                20 €

Die 20 € werden links unter Soll gebucht, weil es ein Vermögenskonto ist (Aktivseite). Und dort  werden die Zugänge immer linksgebucht, die Abgänge immer rechts.

 

à

Wie oben vermerkt, hier nur ein erster Überblick, der nun schon endet, mehr sollte es noch nicht sein, aber Weiteres ist in Arbeit.