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Schwangere und Schweinegrippe in Niedersachsen

 

In Niedersachsen beschäftigte schwangere Kolleginnen dürfen nicht arbeiten, wenn an ihrer Schule ein Fall von Schweinegrippe auftritt. Bei Bekanntwerden eines Schweinegrippefalles muss die Schulleitung ein Beschäftigungsverbot für Schwangere aussprechen.

Dieses Beschäftigungsverbot gilt solange, bis der letzte Erkrankungsfall eine Woche zurückliegt.

Da inzwischen nur in besonderen Fällen auf Schweinegrippe getestet wird, gilt jede Grippe immer als Schweinegrippe. Deshalb wird ein Beschäftigungsverbot also bei allen Grippefällen ausgesprochen werden.

Das wird bei Schwangeren, deren Geburtstermin im Frühjahr liegt, mit ziemlicher Sicherheit dazu führen, dass sie bis zum Geburtstermin ausfallen werden, da im Winter eine Reihe von Grippefällen auftreten werden und die Kolleginnen ja erst dann wieder eingesetzt werden dürfen, wenn an ihren Schulen kein einziger Fall von Grippe vorhanden ist.

Die Folge wird ein kurzfristig - also hektisch- umgestalteter Stundenplan sein. Hier muss der Personalrat darauf achten, dass durch die Umverteilung der Stunden der schwangeren Kolleginnen keine Härten für andere KollegInnen entstehen.

Den Unterschied von zumutbarer und unzumutbarer Mehrbelastung zu definieren kann recht kniffelig werden, da hier die Meinungen von KollegInnen auf der einen Seite und der Schulleitung auf der anderen Seite öfter abweichen.  Der Aufwand, hier zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen, lohnt sich aber, weil so eine allgemeine Akzeptanz des Schutzes der Schwangeren herbeigeführt wird.

 

 

Aktionsliste für Schulpersonalräte

-         der SPR weist die Schulleitung gegebenenfalls auf ihre Verpflichtung zum Schutz von Schwangeren in der Schule hin.

-         der SPR überprüft, ob geeignete Maßnahmen zum Schutz von Schwangeren getroffen werden.

-         der SPR überprüft im Fall eines Beschäftigungsverbotes für Schwangere Kolleginnen die neue Unterrichtsverteilung im Sinne aller Kollegen.

-     Der SPR handelt nach dem Grundsatz, dass der Schutz von Schwangeren in den Schulen höchste Priorität hat.