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Arbeitszeitkonto

Ausgleichsregelungen

 

 

Auszahlung

 

Lehrkräfte können sich grundsätzlich die zusätzlich erteilten Stunden auszahlen lassen. Sie müssen dazu mindestens Im Januar des Jahres, in dem ihre Ansparphase endet, auf dem Dienstweg einen
entsprechenden Antrag stellen.

Da für Gymnasiallehrer diese Ansparphase generell 2011 endet, müssen also diese Anträge Im Januar 2011 vorliegen.

Die Auszahlung der zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden will jedoch wohl überlegt sein, weil die Auszahlung
nicht unbedingt ein Schritt hin zu einer gerechteren Behandlung von Lehrkräften ist, sondern eher eine Sparmaßnahme der Landesregierung.

Die Auszahlungssumme bemisst sich nämlich nicht nach dem Verdienst der jeweiligen Besoldungsgruppe, sondern nach den Sätzen der „Mehrarbeitsvergütung".

Als grobe Regel kann hierbei gelten, dass eine Lehrkraft durch diese Praxis nur etwa die Hälfte der ihr nach
ihrer Besoldungsgruppe zustehenden Summe erhält. Diese ungünstige Lage rührt übrigens unter anderem
auch daher, dass die Besteuerung gewollt ungünstig ausfällt. Anders als zunächst vom NLBV angekündigt,
wird die ausgezahlte Summe nicht nach der günstigen Fünftelregelung besteuert.

Unterm Strich verkauft eine Lehrkraft bei dieser Regelung ihre Arbeitskraft weit unter Wert.

Es gibt aber auch Vorteile. Da die Ausgleichzahlung in vier aufeinander folgenden jährlichen Teilen erfolgen,
muss man sich nach vier Jahren keine Sorgen mehr um die Einhaltung der von der Landesregierung
gegebenen Versprechen machen. Was man hat, hat man! Und nach diversen Nullrunden und der Streichungen(Kürzungen) von Urlaubsgeld und dreizehntem Monatsgehalt soll es ja KollegInnen geben,
die das Geld gut gebrauchen können.

 

Zeitausgleich

Der Zeitausgleich kommt natürlich einer Bezahlung nach der jeweiligen Besoldungsgruppe gleich. Wird er
zeitnah zum Ende der Ansparphase in Anspruch genommen, werden wohl auch keine Probleme auftreten.

Wird jedoch ein Antrag auf einen späteren Zeitausgleich genehmigt, muss sich der Antragsteller darüber im
Klaren sein, dass die Einhaltung eines jetzt gegebenen Versprechens von zukünftigen politischen
Erwägungen abhängig sein wird.

Zusätzlich könnte die Attraktivität eines Zeitausgleichs durch andere schulpolitische Entscheidungen
beeinträchtigt werden. Sollte beispielsweise die Regelarbeitszeit um zwei Stunden heraufgesetzt werden,
wäre der Effekt einer Entlastung doch zumindest beeinträchtigt.

Im Ganzen bleibt bei der Inanspruchnahme des Zeitausgleichs ein positiver Effekt unbestritten: Sie senden
das Signal, dass Sie nicht bereit sind, Ihre Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen.