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Besuch der Schulleitung
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THEMA: Besuch der Schulleitung

Besuch der Schulleitung 3 Jahre, 9 Monate her #402

  • Katharina
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Die Schulleitung ist berechtigt, im Unterricht angemeldete bzw. unangemeldete Besuche durchzuführen.
Darf die Kollegin/der Kollege eine weitere Person als Beobachter/in hinzuziehen, wenn zu befürchten ist, dass die Schulleitung in der anschließenden Besprechung nicht objektiv und konstruktiv urteilen wird? Gibt es dabei etwas zu beachten?

Niedersachsen, GS

Aw: Besuch der Schulleitung 3 Jahre, 9 Monate her #406

  • kanzler
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Liebe Katharina,
hier mal ein Schnellschuss, ohne vorherige Recherche. Die unangemeldeten Besuche lassen wir mal außen vor, weil Sie da ja sowieso keine Chance haben, eine weitere Person zum Unterricht zu bitten.
Also die angemeldeten Besuche: ich kann im Moment keinen Grund entdecken, warum die Schulleitung einen weiteren Beobachter des Unterrichts (das muss natürlich ein Kollege oder ähnliches sein) ablehnen sollte. Auch in den normalen Stunden können ja Beobachter zugegen sein, wie zum Beispiel Eltern oder Kolleginnen zum Zwecke der Supervision etc. Der Schulleiter könnte Kollegen natürlich, da er weisungsbefugt ist, des Raumes verweisen – notfalls unter Erfindung von dienstlichen Gründen.
Die Frage ist, ob ein neutraler Beobachter überhaupt Sinn macht. Sie gehen ja davon aus, dass der Schulleiter etwas gegen Sie hat. Dann wird er vermutlich sowieso unangemeldet kommen. Eine Anmeldung spräche per se schon dafür, dass er ihnen eine Chance einräumt, weil er ihnen ja Gelegenheit zur Vorbereitung gibt. Wollte er sie fertig machen, würde er Ihnen diese Gelegenheit sicherlich nicht einräumen.
Gesetzt den Fall, er will sie fertig machen und meldet sich an, um den Anschein von Neutralität zu wecken, so müssen Sie davon ausgehen, dass auch ein neutraler Beobachter sein negatives Urteil kaum beeinflussen wird.
Hat sein Urteil dann berufliche Konsequenzen für Sie, können Sie sich ohnehin an den Personalrat wenden. Aber nochmal: dann ging es bei dem Besuch um eine Beurteilung. Für die Beurteilung ist der Schulleiter zuständig. Da wird die Meinung eines anderen Beobachters kaum eine Rolle spielen.
Normalerweise dienen Besuche der Schulleiterin oder des Schulleiters hauptsächlich der wechselseitigen Information und Beratung. In der Regel werden keine Vermerke darüber angefertigt (§43 Abs. 2 Nr. 7 NSchG).
Ernste berufliche Konsequenzen werden aus solchen Besuchen kaum erwachsen.
Generell gilt: sind Sie diesbezüglich mit ihrem Schulleiter nicht einverstanden, gibt es den offiziellen Beschwerdeweg (§ 104 Abs. 1 NBG).
Kolleginnen sollten diesen Weg gemeinsam mit dem Personalrat (wenn ich das richtig verstanden habe also mit Ihnen) gehen.
Wie gesagt, ganz sicher bin ich mir nicht – Schnellschuss eben.

Viele Grüße

Jan Kanzler

Aw: Besuch der Schulleitung 3 Jahre, 9 Monate her #410

  • Katharina
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Hallo, Herr Kanzler,
vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Viele Grüße

Katharina

Aw: Besuch der Schulleitung 3 Jahre, 8 Monate her #420

  • drhoegg
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Liebe Katharina,

Grundschulen sind in der Regel sehr klein, so dass es schwierig werden wird, eine andere Kollegin aus dem Unterricht herauszulösen, um bei dem Besuch anwesend zu sein.
Für die Forderung nach einer zweiten person müsste es belastbare Indizien für eine Befangenheit der SL geben. Ist das gegeben, sollte dieser Wunsch geäußert werden, notfalls vor Zeugen.
Ob ein Rechtsanspruch auf eine weitere Person während des Besuchs besteht, wage ich zu bezweifeln. Besser schätze ich die Chancen ein, bei der Besprechung jmd. dabei zu haben, damit dort sachlich argumentiert wird.

Beste Grüße,

Dr. Hoegg

Aw: Besuch der Schulleitung 3 Jahre, 8 Monate her #424

  • Katharina
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Sehr geehrter Dr. Hoegg,
vielen Dank für Ihre sonntägliche Antwort!
Die Situation ist nach wie vor schwierig, scheint aber schon dadurch besser zu werden, dass die SL zunehmend den Eindruck bekommt, dass da jetzt jemand ist, der genauer hinsieht und sich langsam mit gewissen schulrechtlichen Dingen auskennt. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Sie! Im Moment lese ich mich mit Begeisterung durch Ihr "Schulrecht für schulische Führungskräfte" und bin im Begriff, die von Ihnen favorisierten Gesetzesautoren zu bestellen. Die Arbeit macht nicht nur Spaß, sondern bringt zunehmend Sicherheit und Klarheit in den Schulalltag. Leider habe ich bis in jüngste Zeit die Erfahrung gemacht, dass sich nicht so viele Menschen, auch berufene, mit diesen Themen auskennen. Ich habe beschlossen, das für mich zu ändern, auch um anderen Kolleginnen meine Erfahrungen zu ersparen. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es nicht zusammenpasst, Kindern im Schülerrat ein Verständnis von Demokratie, Selbständigkeit, Zivilcourage und Unternehmergeist zu vermitteln und im Kollegium auf das Gegenteil zurückzugreifen.
Die PVS Ihres geschätzten Kollegen Jan Kanzler habe ich bereits mit großem Interesse durchgearbeitet, weiß aber nicht, ob die Kosten getragen werden. Mal sehen...

Freudige Grüße

Katharina

Aw: Besuch der Schulleitung 1 Woche, 4 Tage her #1972

  • Schnitz
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Sehr geehrter Herr Dr. Hoegg,

der Fall eines Bekannten hat mein Interesse geweckt, daher folgende Nachfrage:

In welchen Fällen dürfen (in Hessen) unangemeldete Unterrichtsbesuche der Schulleitung durchgeführt werden? In diesem Fall hatte die SL zuvor sogar zugesagt, dass Besuche zumindest ein paar Stunden zuvor angekündigt werden. Darüber hinaus war dies die letzte Stunde vor den Sommerferien bzw. der Noteneintragung, in welcher von besagtem Kollegen geplant war, zunächst ein Schülerreferat halten zu lassen und dieses ebenso wie die Klausuren und die Zeugnisnoten zu besprechen. Nun fing der Schüler den Kollegen im Flur ab und teilte ihm ausführlich mit, dass er das Referat nicht halten könne und auch die Konsequenzen tragen würde. Der Kollege kam daraufhin ca. 5 min zu spät in den Unterricht, wo bereits der komm. Schulleiter und ein Fachkollege auf ihn warteten. Auf die Aussage, dass nun die Klausur- und Notenbesprechung anliege, wurde ihm gesagt, er möge sich etwas anderes überlegen, was er zeigen könne.
Das Ende der Geschichte ist eine schriftliche Missbilligung. Es würden methodische und fachliche Mängel vorliegen und zudem sei er zu spät gekommen. Hinzu kommt, dass er das Fach fachfremd in der Oberstufe unterrichten muss (12-13), obwohl er seine Zustimmung nur für Jg. 11 gegeben hatte.

Über eine Einschätzung würde ich mich sehr freuen.

Mit kollegialem Gruß

Schnitz
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