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Konsequenz hoher Fehlquoten
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THEMA: Konsequenz hoher Fehlquoten

Konsequenz hoher Fehlquoten 1 Woche, 6 Tage her #2655

  • Profe81
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Sehr geehretr Dr. Hoegg,

in der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe (VO-GO)heißt es in §7:

(4) 1 Hat die Schülerin oder der Schüler aus einem selbst zu vertretenden Grund Unterricht versäumt und kann deshalb die Leistung in einem Fach nicht bewertet werden, so gilt der Unterricht als mit der Note „ungenügend” abgeschlossen.

Ich unterrichte eine Fremdsprache für Neubeginner. Leider sind bei einigen volljährigen Schülerinnen/Schüler die Fehlzeiten sehr hoch (teilweise über 50%)

In einer Phase des Spracherwerbs finde ich diese Fehlquote sehr hoch, vor allem in der Qualifikationsphase, wo die Unterrichtszeit sehr begrenzt ist.

Kann der Lehrer ab einer gewissen Fehlquote entscheiden, ob der Kurs mit "ungenügend" bewertet wird? Oder kann die Schülerin/der Schüler die Note mit der schriftlichen Leistung immer korrigieren? Gerade im Spracherwerb ist es für diese Schülerinnen/Schüler sehr schwer den Anschluss zu finden. Es ist auch eine Gerechtigkeitsfrage gegenüber den Schülerinnen/Schülern, die immer im Unterricht sind, aber Probleme mit Fremdsprachen haben.

Sowohl die Schulleitung als auch Kolleginnen und Kollegen sind hier überfragt und sehr vorsichtig. Anscheinend ist die Angst vor einer Klage in unserem Schulsystem sehr weit verbreitet ...

Vielen Dank für eine Antwort!!

Mit freundlichen Grüßen
Alex

Aw: Konsequenz hoher Fehlquoten 1 Woche, 6 Tage her #2656

  • Clara
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Einige Fragen zur Präzisierung:

Sind die Fehlzeiten unentschuldigt?

Oder haben die Schüler die Entschuldigungen selbst geschrieben, aber diese Entschuldigungen sollen nun nicht anerkannt werden?

Falls letzteres: Sind die Schüler auf das Problem der eigenen Entschuldigungen bei hohem Krankenstand hingewiesen worden? Ist ihnen schriftlich eine Attestpflicht auferlegt worden?

Besteht das Problem der hohen Fehlzeiten nur in einem Fach oder fehlen die Schüler in allen Fächern? Was sagt der Tutor?

Aw: Konsequenz hoher Fehlquoten 1 Woche, 5 Tage her #2657

  • Profe81
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Die Fehlzeiten waren unentschuldigt. Nach dem Gespräch wurden die Entschuldigungen selbst geschrieben. Die Schüler werden mehrmals auf die Fehlzeitenregelung hingewiesen. Bei uns gilt eine 3-Tage-Regelung (sollte im Rahmen des "unverzüglichen" sein)

Die ausgehändigten Infos wurden zu Beginn der 11. Klasse sogar mit den Eltern besprochen. Da es Randstunden sind ist mir dann aufgefallen, dass die Fehlzeiten größtenteils nur in den ersten beiden Stunden waren.

Laut Tutor bestand aber auch eine Attestpflicht für den Großteil der Klasse.

Aw: Konsequenz hoher Fehlquoten 1 Woche, 3 Tage her #2683

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Lieber Alex,

das ist ja erstaunlich, dass sich jemand in den Weihnachtsferien mit schulischen Dingen befasst.
Chapeau!
Es geht bei Ihrer Frage um die Frage, ab wann eine Leistung nicht mehr benotet werden kann.
Zunächst das Formale, weil das immer einfacher ist:
Bevor Sie einem Schüler 00 Punkte geben können, muss er vorher eine entsprechende Warnung bekommen haben, ansonsten werden Sie vor der LSchB scheitern.
Nun zum komplizierteren Teil, den ich mit einem Gedankenspiel einleiten möchte.
Stellen Sie sich ein braves, pflichtbewusstes Mädchen vor, das aufgrund einer schweren Krankheit etwa 51% Ihres Unterrichtes versäumt. Würden Sie dann sagen, dass man die anwesenden/ geleisteten 49% nicht bewerten kann? Vermutlich nicht. Damit handeln Sie
(verständlicherweise) so wie die meisten Kollegen.
Bei problematischen (schwänzenden) Schülern legen wir die Latte höher und kommen sehr viel schneller zu der Einschätzung, die Leistung können nicht mehr bewertet werden.
Das ist juristisch nicht haltbar. Es gibt dafür keine festen Prozentzahlen, aber wenn Sie mich fragen, und das haben Sie ja getan, dann würde ich (als Praktiker mit mehr als 30 Jahren Unterrichtserfahrung) die Grenze der Nichtbewertbarkeit bei etwa 25% ansetzen. Wenn es weniger ist, hätte ich auch bei dem braven Mädchen Schwierigkeiten, eine fundierte Note zu geben.

Mit den besten Grüßen,

Ihr Dr. Hoegg
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