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Der Ablauf einer Beratung


 

a)   Sorgen Sie, sofern die schulische Ausstattung es Ihnen ermöglicht, für eine angemessene Gesprächsatmosphäre (Raum, in dem man nicht gestört wird; hergerichtete Sitzgruppe...)

 

b)    Nach einer freundlichen Begrüßung sollten sie zu Beginn die vier Säulen der Beratung erklären, auch wenn sie für Sie klar erscheinen. Die Funktion des Beratungslehrers wird oftmals mit der Rolle des Vertrauenslehrers verwechselt, so dass auch ein Hinweis auf die Ausbildung förderlich ist.

 

c)    Wenn der Beratungslehrer an der Schule etabliert ist, kommt die Einzelfallberatung immer mehr zum Tragen. Es ist daher wichtig, sich Gesprächsnotizen zu machen und Akten zu führen. Erklären Sie zu Beginn des Gesprächs, dass Mitschreiben nicht Zeichen von Unhöflichkeit ist.

 

d)    Hiernach erfolgt die Problembeschreibung durch den Ratsuchenden, die möglichst nicht unterbrochen werden darf. Am Ende ist eine Zusammenfassung des Vorgetragenen durch den Beratungslehrer zur inhaltlichen Absicherung hilfreich. Auch das Verbalisieren wahrgenommener Emotionen kann sehr hilfreich sein, wobei hier sehr sorgsam agiert werden muss.

 

e)    In der Problemanalyse wird die Sichtweise des Ratsuchenden möglichen Sichtweisen anderer Beteiligter gegenübergestellt, sofern der Klient sich hiermit noch nicht auseinandergesetzt hat. Der Beratungslehrer muss hier die Vogelperspektive einnehmen und ein hohes Maß an Objektivität herstellen.  Nachdem der Sachverhalt von allen Seiten beleuchtet worden ist, schließt sich die gemeinsame Problemdefinition an, an der der Ratsuchende zwingend mitwirken muss. Je nach Problemlage folgen dann Entscheidungen über mögliche diagnostische Methoden.

 

f)     Schließlich gilt es, eine Zielanalyse/Zielbestimmung (konkrete kurz-, mittel und langfristige Ziele) vorzunehmen. Was will der Klient erreichen?

 

g)    In der gemeinsam aufgestellten Veränderungsplanung, zu der der Ratsuchende möglichst eigenständig hingeführt werden soll, gilt es mögliche methodische Hilfen zu überlegen, konkrete Schritte zu planen und in einem Zeitplan festzuhalten. Auch das Heranziehen externer Kooperationspartner wird an dieser Stelle erwogen.

 

h)   Die Handlungsumsetzung liegt dann beim Ratsuchenden.

 

i)     Nach einer gemeinsam verabredeten Zeit wird geprüft, ob die Ziele erreicht wurden. Eventuell müssen hier dann Ziele erweitert oder umstrukturiert werden. Die Punkte e) und g) können hier wiederholt zum Tragen kommen.

 

TIPP:

Auch das Scheitern einer Beratung muss immer mal wieder akzeptiert werden, was oftmals mit Punkt h) zusammenhängt, sofern der Ablauf der Beratung sauber durchgeführt worden ist.